Wir sind Helden:Bring mich nach Hause (2010)
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[editar]Alles
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Stell dir vor, du wärst wieder
allein unter Leuten Sängst traurige Lieder vom Sein und Bedeuten vom Schreien und sich Häuten vom Wollen und nicht Kriegen von Kriegen und Frieden vom niemals zufrieden sein Und plötzlich ein Schlag und du kriechst auf allen Vieren Und eine Stimme an deinem Ohr sagt: Du sollst nicht lamentieren Sie sagte, Schluss mit den Faxen und Schluss mit dem Greinen Mit einem Tritt in die Haxen und einem Kuss, der zum Weinen wär, hielte er dich fest Und auch wenn du dich wehrtest, wenn du dir nicht glauben kannst, dass du es wert bist Alles ist alles ist alles Dir ist alles erlaubt und alles gegeben alles geglaubt und alles vergeben Und alles wär drin und alles daneben Es wär alles getan und alles vergebens und gut Stell dir vor, dass Erlösung nicht nur für Religiöse wär Rigorose Engel kämen, die richtig böse wären Wenn du sonst keinem glaubst, würdest du glauben, wenn sie sagten, schau, wir fixieren deine Schrauben Wenn sie sagten: Wir nehmen dir deine Krücken, sag, würdest du tanzen oder dich danach bücken? Weißt du, alles ist alles ist alles Dir wär alles erlaubt und alles gegeben alles geglaubt und alles vergeben und alles wär drin und alles daneben Es wär alles getan und alles vergebens Und alles wär alles alles wär alles wär alles wär alles wär alles wär gut
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[editar]Was uns beiden gehört
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Er sagte
Mir gehört der Tag und das gleißende Leuchten der Sonne im Wasser und die aufgescheuchten Vögel und Rentner und Kinder und Paare Mein ist das Helle, das Heitere, Wahre Dir hingegen, dir gehören Katzen und Ratten, alle, die viel zu viel zu trinken hatten Dein ist die Dunkelheit, dein ist das Feuer, alles, was einfach ist und ungeheuer Uns beiden gehört das Abendlicht Das Flackern der Lichter in unseren Gesichtern mehr nicht Uns beiden gehört die Dämmerung und hier dämmern wir rum eng umschlungen Und ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss, der am Tag noch nicht heißt, dass man bleiben will bis zum Schluss Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss, der nachts noch nicht heißt, dass man morgens noch da sein muss Sie sagte Mir gehört die Nacht mit all ihren Schatten Mein sind der Sex und die besseren Platten Mein sind die Weite, die Tiefe, die Ferne Mir allein folgen der Mond und die Sterne Dir gehören Hunde und Brötchen und Spiele Dein ist das Bunte, das Große, das Viele Überschwang, Überfluss, überhaupt alles unter der Sonne, das ohne Verfall ist Uns beiden gehört das Abendlicht Das Flackern der Lichter in unseren Gesichtern Mehr nicht Uns beiden gehört die Dämmerung und hier dämmern wir rum eng umschlungen Und ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss der am Tag noch nicht heißt, dass man weiß, man will am Schluss Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss der nachts noch nicht heißt, dass man morgens noch da sein muss
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[editar]Bring mich nach Hause
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Ich brauch einen Freund mit weiten Armen
Ich brauch einen Freund, der kein Erbarmen kennt, der mich zu Boden ringt Ich tobe und rase ein Tuch mit Äther über Mund und Nase Ich brauche tiefste schwarze Nacht hinter meinen Lidern Ein Gift gegen den Schmerz in meinen Gliedern Ich brauch einen Schuss Feuer in meine Venen Ich brauch eine Bahre, Blaulicht und Sirenen Ich brauch, ich brauch Ich brauche Licht Bring mich nach Hause, ich bin schon zu lang hier draußen Komm und trag mich, frag nicht wieder wohin ich will nach Hause Ich bin schon zu weit hier draußen Komm und trag mich Schlag mich nieder Ich bin nicht still genug Ich brauche einen Freund mit weiten Schwingen, der mich heil nach hause bringen kann durch die Dunkelheit, den Wind und den Regen, um mich dann vor meine Tür zu legen Und dort erst auf der Schwelle will ich verbluten, wenn ich still bin, soll der Regen jede Zelle fluten Ich brauch, ich brauch Ich brauche nichts Bring mich nach Hause Ich bin schon zu lang hier draußen Komm und trag mich, frag nicht wieder wohin, ich will nach Hause Ich bin schon zu weit draußen Komm und trag mich Schlag mich nieder Ich bin nicht still genug
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[editar]Flucht in Ketten
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Ein blinder Schritt und die Kette reißt
an meinem Arm, nur damit ich weiß, irgendwo im Dunkeln bist du immer noch da Rahula Und weit entfernt hör ich Hunde bellen Ich glaub sie sagen, wir sollen uns stellen, sie sagen, was soll das werden, was habt ihr vor In meinem Kopf singen sie im Chor Sie singen: Deine Suche nach Ewigkeit und nach einem Weg aus dem Leid heraus und nach dem Schwert, das dich befreit Ein Wettlauf mit der Zeit Dass das klar ist Rahula Eine Flucht in Ketten ist kein Kinderspiel Was soll uns noch retten Ich würd nicht viel auf uns verwetten Rahula Und wenn du fällst, helf ich dir auf Die Welt nimmt ihren und wir unsern Lauf Und irgendwo im Dunkeln bin ich immer noch da Rahula Und tausend Augen glühen matt im Sumpf Tonnenschwere Leiber gleiten dumpf zu uns an Land und es kommt mir vor, als sänge ein Reptilienchor für uns Deine Suche nach Ewigkeit und nach einem Weg aus dem Leid heraus und nach dem Schwert, das dich befreit Ein Wettlauf mit der Zeit Seit du da bist Rahula Eine Flucht in Ketten ist kein Kinderspiel Was soll uns noch retten Ich würd nicht viel auf uns verwetten und auf unser Ziel Seit du da bist Rahula
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Um passo em falso e a cadeia se rompe
Em meus braços, somente para eu saber Que em algum lugar na escuridão, você continua aí Rahula* E eu ouço os cães latindo ao longe Eu acho que eles dizem que temos que nos render Eles dizem: “Como vai ser?”, “O que vocês vão fazer?” Na minha cabeça, eles cantam em coro Eles cantam: A sua busca pela eternidade e além um caminho para fugir da agonia e além uma espada que te liberta uma corrida contra o tempo Isso é claro Rahula Um vôo acorrentado não é fácil O resta para nos salvar? Eu não Apostaria muito em nós Rahula E quando você cair eu irei te ajudar a se reerguer O mundo tem seu curso, e nós devemos ter o nosso E em algum lugar da escuridão, eu continuo aqui Rahula E mil olhos brilham no pântano Sobre a terra, corpos pesados se arrastam para nós E um coral de répteis canta para nós A sua busca pela eternidade e além um caminho para fugir da agonia e além uma espada que te liberta uma corrida contra o tempo Rahula Um vôo acorrentado não é fácil O resta para nos salvar? Eu não Apostaria muito em nós Rahula * Rahula é um dos filhos de Budha, considerado um dos monges mais sábios e estudiosos.
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[editar]Die Ballade von Wolfgang und Brigitte
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Als Wolf und Brigitte in die Baerwaldstraße zogen,
dachten alle dort, sie wären ein Paar Sie hatten zusammen eine Kiste, nur das mit der Beziehung war Gitte vielleicht nicht ganz so klar Und Manfred und Irene waren für alles offen und Irenes Arme waren es auch Und wenn Wolf und Brigitte richtig besoffen waren, dann schliefen sie auf Irenes Bauch Und am Morgen saßen alle zusammen in der Küche und Brigitte kraulte Manfred den Bart Und Irene stand an der Spüle und sang, nur Wolfgang saß weinend im Bad Für das Wahre, Schöne, Gute will jeder gerne bluten und fühlen, was es zu fühlen gibt Es war alles schön und gut Es gibt nichts, was man nicht tut aber Wolfgang hat Brigitte geliebt Und sie fuhren nach Südspanien, ihren Horizont zu weiten und das letzte bisschen Muff zu verlieren Im dritten Jahr lernten sie die Wellen zu reiten, nur Wolfgang lernte fotografieren Auf den Fotos spielen die Kinder im Sand wie bei Bob Dylan und Muscheln fallen aus ihrer Hand Wenn die anderen längst schon im Zelt lagen und schliefen saß Wolfgang alleine am Strand Für das Wahre, Schöne, Gute will jeder gerne bluten und fühlen, was es zu fühlen gibt Es war alles schön und gut Es gibt nichts, was man nicht tut Aber Gitte hat den Wolf nicht geliebt Dann zog Brigitte nach Ibiza und verkaufte Batiksachen Wolf kündigte, um bei ihr zu sein Nach ein paar Wochen sagte Gitte, ich wollte eigentlich einen Schnitt machen und frei sein, du engst mich ein Und noch im Flughafencafé sah er den Flieger landen Irene kam mit schwerem Gepäck und einem Aufkleber vom Zoll auf Spanisch, der wohl sagte: Ich bin angekommen und geh nicht mehr weg Für das Wahre, Schöne, Gute will jeder gerne bluten aber Brigitte hat Irene geliebt Es war alles schön und gut Es gibt nichts, was man nicht tut, aber Manfred hat Gabi geliebt Für das Wahre, Schöne, Gute will jeder gerne bluten, aber Gabi hat Wolfgang geliebt Es war alles schön und gut und es brauchte sehr viel Mut, aber Dieter hat Reinhart geliebt Es war alles schön und gut Es gibt nichts, was man nicht tut, aber Reinhart hat Uschi geliebt Es war alles schön und gut Es gibt nichts, was man nicht tut, aber Wolfgang hat Brigitte geliebt
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[editar]Dramatiker
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In den Bibliotheken städtischer Ballungen
stapeln sich Bücher über läppische Wallungen neben Bänden voller Lieder über Beulen und Schräglagen und die Wände hallen wieder von Heulen und Wehklagen, von Heulen und Zähneklapperplappern Und die Mädchen an den Tischen singen: Uuuh — und dann ich so und dann er so und dann Uuuh — der muss doch einfach manchmal meine Uuuh — und dann ich so und dann er so und dann … Drama Dramatiker Drama Dramatiker Drama! Drama! Drama Dramatiker Drama Dramatiker Deine Weste ist zu weiß, warte ich frag einen Batiker Und jede Lotte lässt den Lassi stehen will mit den Sorgen Gassi gehen Und so wandern wir denn zwischen Büscheln von Haaren Unterm Trottoir der Zoff von tausend Jahren Führen schwarzgraue Wolken an grellbunten Leinen, uns drunter zu stellen und im Regen zu weinen Und die Jungs an den Laternen singen: Uuuh — und dann ich so und dann sie so und dann Uuuh — Ich brauch doch einfach manchmal meine Uuuh — Und dann ich so und dann sie so und dann Uuuh — Was will denn die? Drama! Drama! Drama Dramatiker Drama Dramatiker Dein Weltbild hängt schief, warte ich frag einen Statiker Drama Dramatiker Drama Dramatiker Drama! Drama! Drama Dramatiker Drama Dramatiker Deine Weste ist zu weiß, warte ich frag einen Batiker Und die Rentner in den Logen singen: Uuuh — und dann sie so und dann er so und dann Uuuh — aber die müssten sich doch einfach einmal Uuuh — Und dann sie so und dann er so und dann Uuuh- Drama Dramatiker Drama Dramatiker Dein Weltbild hängt schief, warte ich frag einen Statiker Drama Dramatiker Drama Dramatiker Drama! Drama! Drama Dramatiker Drama Dramatiker Deine Weste ist zu weiß, warte ich frag einen Batiker Drama Dramatiker Drama Dramatiker Drama! Drama! Drama Dramatiker Drama Dramatiker Du hättest es gern heiliger, ich frag nen Talarsticker Drama Dramatiker Drama Dramatiker Drama! Drama! Drama Dramatiker Drama Dramatiker Denkst du vielleicht, zerrauft sitzt dein gescheiteltes Haar schicker Drama Dramatiker Drama Dramatiker Drama! Drama! Drama Dramatiker Drama Dramatiker Wer zu viel frisst aus Frust, verlässt danach oft die Bar dicker Drama Dramatiker Drama Dramatiker Drama! Drama! Drama Dramatiker Drama Dramatiker Ich weiß Ronaldo macht das auch, aber der ist auch ein Starkicker
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[editar]23.55: Alles auf Anfang
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Du wirst zahnlos geboren und ohne Zähne gewogen,
kriegst sie bis Mitte zwanzig schon wieder gezogen, bist oh so verschüchtert, verzagt und vernagelt, kein Licht dringt zu dir, so geplagt bist du, sternhageldicht Was dich runterzieht, sind deine schweren Arme Wer schleicht, dem wird leicht kalt, darum schleichst du ins Warme Du nennst es Weltschmerz, ich nenn es Attitüde Es ist erst fünf vor zwölf und du bist schon so müde Ihr sagt: Kein Ende in Sicht Wir sagen: 5 vor 12, alles auf Anfang Ihr sagt: Kein Ende in Sicht Wir sagen: 5 vor 12, alles auf Anfang Nimm deine Zähne, leg sie unter dein Kissen und sag der Fee, du möchtest Folgendes wissen: Warum sinkt mir mein Herz in meine schweren Beine Ich kann kein Ende sehen von meiner langen Leine Das, was dich so beschwert, das sind die dicken Bären die sie dir aufbinden, du könntest dich beschweren Ob das vom Bein haut, das wäre nur zu klären, wenn die kleinlauten kleinen Leute im Kleinen deutlich lauter wären Ihr sagt: Kein Ende in Sicht Wir sagen: 5 vor 12, alles auf Anfang ….. Wer A sagt, muss auch B sagen, nach dem ganzen ABC fragen Wer Ach sagt, muss auch wehklagen Wer Ja sagt auch Ach nee sagen Fühlst du dich mutlos, fass endlich Mut, los Fühlst du dich hilflos, geh raus und hilf, los Fühlst du machtlos, geh raus und mach, los Fühlst du dich haltlos, such Halt und lass los Ihr sagt: Kein Ende in Sicht Wir sagen: 5 vor 12, alles auf Anfang ….. Ihr sagt: Kein Ende in Sicht Wir sagen: 4 vor 12, alles auf Anfang Ihr sagt: Kein Ende in Sicht Wir sagen: 3 vor 12, alles auf Anfang Ihr sagt: Kein Ende in Sicht Wir sagen: 2, 1 auf die 12
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[editar]Die Träume anderer Leute
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Schlaf, Kindchen, schlaf
Des Vaters Ton war scharf Die Mutter schüttelt´s Bäumelein Da fiel herab ein Träumelein Brav, Kindchen, brav Und trittst du noch heute vor den Baum und fragst nach einem eigenen Traum Ich glaub, dann schüttelt der Baum dich und sagt: Sei still, jetzt rede ich Sag: schläfst du anderer Leute Schlaf, zählst du anderer Leute Schaf, bist du des Wahnsinns nette Beute, du träumst die Träume anderer Leute Du schlafwandelst, du bravwandelst, du herdentierst, du schafwandelst den Schäfchen hinterher Ich glaub, du träumst die Träume anderer Leute und du versäumst traumhafte Räume Ich glaub, du träumst die Träume anderer Leute, und das, was du versäumst, ist mehr als das, wovon du träumst Weißt du, Träume sollten schweben Und es kann nichts als Regen geben, wenn die Träume so tief fliegen, weil sie zum Schweben zu viel wiegen Tritt doch den Baum noch mal vors Knie Es kann ja sein, man weiß ja nie, fragst du den Baum ein zweites Mal, sind doch nicht alle Äste kahl Und vielleicht hängt da ein neuer, bescheuerter, scheuerer, wenig geheuerer Traum Und vielleicht ist das dann deiner, dein einer, alleiner, den keiner vor dir geträumt Ich glaub, du träumst die Träume anderer Leute …
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[editar]Meine Freundin war im Koma und alles, was sie mir mitgebracht hat, war dieses lausige T-Shirt
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Meine Freundin war im Koma
und ich krieg nur ein lausiges T-Shirt, das sagt: du auch du auch du auch du auch auch du du auch du auch du auch du auch auch du Wir wollten alle gerne ein Souvenir vom Tunnel-Ende Aber du hattest selber viel Gepäck und ich weiß, du hast nur zwei Hände Aber gab´s nicht irgendwas, das sagt: Es ist okay, irgendetwas, das uns zeigt, es tut gar nicht weh Und nicht du auch du auch du auch du auch auch du du auch du auch du auch du auch auch du Auch ich wollte ein Souvenir vom Tunnel-Ende Aber ich weiß, das weiße Licht rinnt einem immer durch die Hände So wie du auch du auch du auch du auch auch du Also ein Hemd und ohne Taschen, aber ach, ich will mich nicht beklagen, vielleicht näh ich noch Taschen drauf aber dann will ich´s mit Fassung tragen So wie du auch du auch du auch du auch auch du Meine Freundin war im Koma und ich krieg diese lausige Tasse mit einem kleinen Loch im Boden für alles, was auch ich nicht fassen kann Und vorne drauf steht World´s Best Mum und World´s Best Wife und World`s Best Friend Und hinten drauf steht klein gedruckt dann noch World´s End Da steht: du auch du auch du auch du auch auch du du auch du auch du auch du auch auch du Und ich hör noch, wie ich sag, das warst nicht du Ich glaub, die Frau im Auto warst nicht du Du nicht du nicht du nicht du nicht nicht du
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[editar]Kreise
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Wohin du dich drehst,
überall unsichtbare Wände Du lehnst die heiße Stirn gegen das Glas Ein müder Pantomime, du hebst nicht mal mehr die Hände, und unter deinen Schuhen wächst das Gras Und du fragst, ist denn alles, was mir noch bleiben soll, unsichtbare Botschaften zu schreiben? Ist denn alles, was von mir bleiben soll, mein S.O.S. im Atem an den Scheiben? Und du bleibst Jahr für Jahr in deinem Käfig aus Glas Und du drehst Kreise um Kreise um Kreise um Kreise um Kreise Und ja ja ja Vielleicht macht das ja Spaß, immer entlang an der Käfigwand, auf dieselbe Weise Und du setzt Schritt vor Schritt vor Schritt und schreckst ein Stück zurück Und du sagst ja nein ja und dazu wiegst du dein Haupt, ganz genau wie gefangene Tiere oder Greise Und ja ja ja Vielleicht warst du ein Raubtier Aber jetzt bist du taub und hast Staub auf den Augen und brüllst dich heiser Und du baust Jahr für Jahr einen neuen Käfig aus Glas Und du drehst Kreise um Kreise um Kreise um Kreise um Kreise Und ja ja ja Vielleicht macht das ja Spaß Aber du drehst Kreise und weißt doch Ein Kreis ist noch keine Reise
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[editar]Im Auge des Sturm
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Der Tag hält den Atem an, alles ist still
In den Ecken tanzt flüsternd Papier Ein unruhiger Wind fegt durch die Straßen und über die Bank, auf der wir vorhin saßen macht Halt und sucht nach dir Aber du bist hier bei mir Still im Auge des Sturms Die Häuser drängen sich eng aneinander, sie wären gern woanders als hier Der Wind reißt gereizt alle Blätter von Bäumen verknotet die Schnüre an Drachen und Träumen, sucht Halt und greift nach dir Aber du bist hier bei mir Still im Auge des Sturms Die Stadt starrt geduckt in die gelbgrauen Wolken mit Augen, die stumpf sind und matt Ein staubiger Wind wie ein trockener Husten zerreißt mit fiebriger Hand den verrußten Himmel über der Stadt Der Wind wirft sich wütend gegen die Fenster Er heult wie ein hungriges Tier Der Sturm peitscht turmhohe Wellen in Pfützen reißt Dackel von Leinen, stiehlt Kinder und Mützen macht Halt und brüllt nach dir Aber du bist hier bei mir Still im Auge des Sturms Sand im Auge des Sturms
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[editar]Nichts, was wir tun könnten
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Deine Hand liegt in meiner,
mein Leben ab heute in deiner Hand Kein Licht schien je klarer und reiner, kein Schmerz hat je so hell gebrannt In deinen Augen unendliche Weite Ein Blick von der anderen Seite Wir sind verloren, wir sind verloren Was unter Schmerzen geboren wird, muss unter Schmerzen verloren gehen Es gibt nichts, was wir tun könnten Es gibt nichts, was wir tun könnten Es gibt nichts, was wir tun könnten, außer uns auszuruhen Ich werd mich nicht bewegen, den Kopf gesenkt, Genick entblößt, warte ich auf den Segen oder den Schlag, der mich erlöst und mich entlässt in unendliche Weiten für einen Blick auf die andere Seite Nichts geht verloren, nichts geht verloren Was niemals geboren wird, kann niemals verloren gehen Es gibt nichts, was wir tun müssten Es gibt nichts, was wir tun müssten Es gibt nichts, was wir tun müssten, außer uns auszuruhen Es gibt nichts, was wir tun könnten Es gibt nichts, was wir tun könnten Es gibt nichts, was wir tun könnten, außer uns auszuruhen
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